Der Hessische Schaftag 2025, der in diesem Jahr im Bürgerhaus Münzenberg-Gambach stattfand, war ein voller Erfolg und zog ein breites Fachpublikum an. Mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich im Vorfeld angemeldet – darunter nicht nur hessische Schafhalter, sondern auch Gäste aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die hohe Beteiligung zeigt, wie groß das Interesse an fachlichem Austausch und zukunftsorientierten Themen der Schafhaltung ist.
Bereits zu Beginn herrschte eine äußerst positive Atmosphäre: Viele nutzten die Pausen gezielt, um Kontakte zu knüpfen, berufliche Netzwerke zu erweitern oder sich über betriebliche Herausforderungen auszutauschen. Diese intensiven Gespräche waren ein zentrales Element der Veranstaltung und stärkten die Gemeinschaft der Schafhalterinnen und Schafhalter nachhaltig.
Vielfältiges Fachprogramm überzeugte auf ganzer Linie
Das Programm bot eine ausgewogene Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, praktischen Erfahrungsberichten und innovativen Ansätzen für die Betriebsentwicklung:
„Grünlandmanagement – welche Entwicklung kann man auf extensivierten Flächen erkennen?“
Dr. Anna Techow
Zum Auftakt gab Dr. Techow einen fundierten Einblick in die aktuellen Entwicklungen des Grünlandmanagements. Besonders wertvoll waren ihre Ausführungen zu den Herausforderungen extensiv
bewirtschafteter Standorte und den Möglichkeiten, deren Leistungsfähigkeit dennoch gezielt zu verbessern. Am Beispiel der HALM-2-Flächen zeigte sie anschaulich die Vor- und Nachteile auf,
insbesondere im Hinblick auf die Futterqualität. Nach längerer Extensivierungsphase kann diese deutlich nachlassen und muss im Betrieb oft anderweitig ausgeglichen werden – eine Aufgabe, die vor
allem für flächenmäßig kleinere Betriebe zunehmend zur Herausforderung wird.
Betriebsvorstellung Schäferei Schmidt GbR Pierre Schmidt
Ein weiterer Programmpunkt des Vormittags war die Betriebspräsentation von Pierre Schmidt. Familie Schmidt führt ihren Betrieb seit 2013 im Nebenerwerb im Butzbacher Stadtteil Maibach. Die Schafherde
ist überwiegend im Umkreis von etwa 30 Kilometern zur Landschaftspflege eingesetzt und leistet dort einen wichtigen Beitrag für den Erhalt wertvoller Grünlandflächen.
Darüber hinaus zeigt der Betrieb, wie vielfältig moderne Schafhaltung heute sein kann: Mit Angeboten wie „Ein Tag mit dem Schäfer“ oder dem Lernort Bauernhof öffnet Familie Schmidt ihre Arbeit für Interessierte und leistet gleichzeitig wertvolle Öffentlichkeitsarbeit.
In seinem Vortrag machte Pierre Schmidt eindrucksvoll deutlich, dass Mut zu neuen Wegen und unternehmerische Initiative auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten Perspektiven schaffen können. Viele Teilnehmende bezeichneten seine Ausführungen als besonders motivierend – ein ermutigendes Beispiel dafür, wie sich Schafhaltung erfolgreich weiterentwickeln und an aktuelle Herausforderungen anpassen lässt.
„Wolle im Mist – innerbetriebliche Ressourcen effizient nutzen“ Susanne Wiese, LKV/LLG Sachsen-Anhalt
Besonders großen Zuspruch erhielt der Fachvortrag zur Nutzung von Rohwolle als Bodenverbesserer. Die Referentinnen erläuterten praxisorientiert, wie Wolle sinnvoll in den innerbetrieblichen
Nährstoffkreislauf integriert werden kann. Im Rahmen des Projekts wurde die Wolle während der Stallperiode in regelmäßigen Abständen auf die Mistmatte ausgebracht und durch das Nachstreuen von Stroh
sowie die Bewegung der Tiere schichtweise in den Festmist eingearbeitet.
Ziel des Versuchs war es zu untersuchen, ob bereits während der Stallsaison ein erster Rotteprozess einsetzt, wie sich die Temperaturen im Vergleich zu Kontrollflächen ohne Wolle entwickeln und ob sich das Woll-Mist-Gemisch problemlos mit vorhandener Technik ausbringen lässt. Die Ergebnisse fielen klar positiv aus: Bereits im Stall zeigte sich eine beginnende Rotte, und die regelmäßigen Analysen wiesen auf eine deutliche chemische Aufwertung des Mischmists hin – insbesondere hinsichtlich Stickstoff, Schwefel und dem C/N-Verhältnis. Auch die Ausbringung auf den Ackerflächen verlief ohne technische Schwierigkeiten.
Fachlich besonders hervorgehoben wurde der erhöhte Schwefelanteil, der die betriebsinterne Nutzung der Wolle agronomisch interessant macht. Natürlich blieb auch die Frage nach alternativen Absatzwegen nicht aus. Die Referentinnen betonten, dass ein wirtschaftlicher Wollmarkt grundsätzlich wünschenswerter wäre. Dennoch zeige das Projekt, dass die innerbetriebliche Verwertung eine realistische und praxistaugliche Option darstellt kann– vor allem angesichts der aktuell kostenintensiven Entsorgung.
Die intensive Aufmerksamkeit und der hohe Diskussionsbedarf im Plenum machten deutlich, welches bislang kaum genutzte Potenzial in diesem regional verfügbaren Rohstoff steckt.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause, in der die Gäste gut verköstigt wurden, ging es gestärkt in den Nachmittag.
Aktueller Stand des „Projekts zur Förderung der Hessischen Schafzucht“ Dr. Henrik Wagner
Dr. Henrik Wagner berichtete im Anschluss über den aktuellen Stand des Förderprojekts zur Stärkung der hessischen Schafzucht und gab einen umfassenden Überblick über die bisherigen Ergebnisse. Ein
Schwerpunkt lag auf der sonografischen Untersuchung von Eutern und Hoden, die wertvolle Hinweise auf verdeckte gesundheitliche Probleme liefern kann und so eine frühzeitige Bestandsoptimierung
ermöglicht.
Besonders betonte Dr. Wagner die Bedeutung eines strukturierten Parasitenmanagements. Eine Entwurmung sollte idealerweise auf Basis von Einzel- oder Sammelkotproben erfolgen – und zwar gezielt nur bei den Tieren, die tatsächlich einen hohen Befall aufweisen. Dies schont nicht nur die Tiergesundheit, sondern hilft auch, Resistenzen vorzubeugen. In diesem Zusammenhang hob er den Vorteil der Mitgliedschaft im Hessischen Verband für Schafzucht und -haltung hervor: Verbandsmitglieder können zweimal jährlich kostenfrei Kotproben in der Universitätsklinik Gießen untersuchen lassen und erhalten eine fundierte Behandlungsempfehlung.
Ein weiterer Baustein des Projekts sind die angebotenen Fortbildungen, mit denen hessischen Schafhalterinnen und Schafhaltern der Erwerb des Sachkundenachweises für Schaf- und Ziegenhaltung ermöglicht wird. Die hohe Nachfrage zeigt, wie relevant qualifizierte Weiterbildung für moderne Tierhaltung geworden ist.
Aus den bisherigen Arbeiten lassen sich klare Schlussfolgerungen ziehen:
• Regelmäßige kotprologische Untersuchungen sind zentral für die langfristige Bestandsgesundheit.
• Sonografische Diagnostik eröffnet neue Möglichkeiten, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.
• Weiterbildungsangebote werden von den Betrieben aktiv genutzt und tragen maßgeblich zur Professionalisierung der Schafhaltung bei.
Die sich anschließende Diskussion zu aktuellen Fragen der Tiergesundheit und zur Entwicklung des Seuchengeschehens in Deutschland verdeutlichte eindrucksvoll, wie bedeutend diese Themen für die Zukunft der regionalen Schafzucht sind.
„Solarparkpflege mit Schafen – Chancen und Herausforderungen“ Arnd Ritter
Zum Abschluss gab Arnd Ritter einen praxisnahen Einblick in ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Beweidung von Solarparks. Die Chancen, aber auch die Grenzen dieser Bewirtschaftungsform
wurden offen und klar dargestellt und sorgten für viele Rückfragen aus dem Publikum.
Ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt
Ausrichter des Hessischen Schaftags waren der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), das Netzwerk Fokus Tierwohl und der Hessische Verband für Schafzucht und -haltung (HVSZH). Die sehr gute Organisation, der reibungslose Ablauf und die gastfreundliche Atmosphäre trugen entscheidend zum Erfolg des Tages bei.
Die Teilnehmer zeigten sich am Ende durchweg zufrieden: fachlich hochwertig, herzlich im Austausch und voller neuer Impulse für die eigene Praxis – so lässt sich der Schaftag 2025 treffend zusammenfassen.
Beim Hessentag 2025 in Bad Vilbel präsentierte sich der Hessische Verband für Schafzucht und -haltung e.V. gemeinsam mit den Kreisvereinen Waldeck, Frankenberg, Odenwald und Vogelsberg beim großen Festzug am 22. Juni mit einem überzeugenden Auftritt. Trotz der großen Hitze ließen sich die 11 engagierten Vertreter der Schafhaltung nicht beirren und zogen in traditioneller Schäferkleidung – mit Schäferweste, Hut und natürlich der unverkennbaren Schäferschippe – durch die Straßen der Hessentagsstadt.
Entlang der 2,5 km langen Strecke kamen sie mit einigen Zuschauerinnen und Zuschauern ins Gespräch. Dabei stand vor allem ein Utensil im Mittelpunkt des Interesses: die Schäferschippe. Die meisten Gespräche am Streckenrand drehten sich um deren Bedeutung, Handhabung und Einsatzmöglichkeiten des traditionellen Werkzeugs. Die positive Resonanz zeigt: Tradition fasziniert, wenn sie verständlich erklärt und lebendig gezeigt wird.
Ein weiterer symbolischer Höhepunkt des Tages war die Übergabe eines hochwertigen Strickpullovers aus deutscher Schafwolle an Ministerpräsident Boris Rhein. Auch wenn das Geschenk jahreszeitlich eher untypisch war, soll es gerade deshalb ein besonders ausdrucksstarkes Zeichen für die Schafhaltung in Hessen setzen. Der Pullover ist nicht nur ein hochwertiges regionales Produkt, sondern ein Symbol für die nachhaltige Nutzung von Schafwolle und die Bedeutung der Schafhaltung im ländlichen Raum.
In einem begleitenden Schreiben an Ministerpräsident Rhein betonte der Verband:
„Die Schafhaltung in Hessen leistet einen wertvollen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaften, zur Erhaltung artenreicher Lebensräume sowie zur Produktion hochwertiger tierischer Erzeugnisse. Sie trägt maßgeblich zur Biodiversität und Offenhaltung ganzer Regionen bei. Mit dem Pullover möchten wir ein Zeichen setzen – für Wertschätzung, Nachhaltigkeit und eine Landwirtschaft, die unsere Kulturlandschaft lebendig hält. Wir hoffen sehr, künftig auf Ihre engagierte Unterstützung zählen zu dürfen.“
Bereits im Vorfeld des Festzugs war der Verband am 16. Juni 2025 gemeinsam mit weiteren landwirtschaftlichen Verbänden von Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zum Gesprächsformat „Landwirtschaft im Gespräch“ eingeladen worden. Während an diesem Abend die Afrikanische Schweinepest das beherrschende Thema war, gelang es dem Verband dennoch, auch zentrale Anliegen der Schafhalter – insbesondere zum Thema Wolf – deutlich zu platzieren. In einem anschließenden persönlichen Gespräch konnten zudem die ausstehenden Zahlungen im Rahmen von HALM und weiteren Förderprogrammen thematisiert werden. Der Verband nutzte die Gelegenheit, um auf die Dringlichkeit schneller Auszahlungen hinzuweisen und Planungssicherheit für die Betriebe einzufordern.
Die Teilnahme am Hessentag war für den Verband ein voller Erfolg – eine wertvolle Gelegenheit, die Anliegen der Schafhalterinnen und Schafhalter öffentlich sichtbar zu machen sowie die gesellschaftliche Bedeutung des Berufsstandes zu unterstreichen. Die positiven Rückmeldungen der Bevölkerung und der rege Austausch mit Entscheidungsträgern motivieren, diesen Weg der Öffentlichkeitsarbeit auch künftig konsequent weiterzugehen.
Ein besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Mitgliedern des Verbandes und den Kreisvereinen ohne deren ehrenamtlichen Einsatz ein solcher Auftritt nicht möglich gewesen wäre.
Bild und Bericht KL
Am 4. und 5. August 2025 fand in Hüttenberg auf dem Kleebachtalerhof das diesjährige Schafschurseminar statt – und es hätte kaum besser laufen können. Eine hochmotivierte Teilnehmergruppe, absolut professionelle Referenten und eine hervorragende Betreuung sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung.
Neben theoretischen Grundlagen standen die praktische Bodenschur und Bankschur im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre mitgebrachten Schermaschinen fachgerecht einstellen und begutachten zu lassen, bevor sie selbst Hand anlegten. Die Rhönschaflämmer boten mit ihrer handlichen Größe ideale Voraussetzungen, sodass jede und jeder aktiv üben konnte.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: In den Pausen gab es reichlich Gelegenheit, sich bei Snacks, Getränken sowie einem gemeinsamen Mittagessen zu stärken, um danach mit frischer Energie weiterzuarbeiten.
Das positive Fazit aller Beteiligten: Eine tolle, praxisnahe und lehrreiche Veranstaltung, die Lust auf mehr macht. Der nächste Termin steht bereits fest – das Schafschurseminar 2026 wird am 3. und 4. August wieder in Hüttenberg stattfinden.
Kirchhain-Stausebach – Am Samstag, den 30. August, stand Stausebach wieder ganz im Zeichen der Schafe: Zum sechsten Mal fand hier das Hessische Schäferfest mit Landesleistungshüten statt. Rund 300 Besucherinnen und Besucher erlebten einen abwechslungsreichen Tag, an dem Tradition, Zucht und Hütekunst eindrucksvoll präsentiert wurden.
Spannender Wettbewerb der Hüter
Beim Landesleistungshüten traten die sechs besten hessischen Hüter gegeneinander an. Ihre Aufgabe war es, eine 270 Tiere starke Herde des Schäfereibetriebs Winfried Emmerich nach festgelegten Kriterien über einen anspruchsvollen Parcours zu führen – vom Auspferchen über Brückenquerungen bis hin zum Hüten im weiten und engen Gehüt. Nur durch das perfekte Zusammenspiel von Schäfer und Hund lassen sich diese Aufgaben bewältigen.
In der Hütekritik erläuterte Andrea Gerlach (Braunfels) die gemeinsam mit Matthias Bauch (Frankenau) und Holger Banzhaf (Gerstetten-BaWü) das Richterteam stellte, die maßgeblichen Bewertungskriterien. Geprüft wurden unter anderem das Auspferchen der Herde, das Treiben zur Weide, die Begegnung mit Verkehrshindernissen, das Hüten im engen wie im weiten Gehüt, das Überqueren einer Brücke sowie das abschließende Einpferchen. Besonderes Augenmerk lag auf dem Verhalten von Haupthund und Beihund: bewertet wurden Hütetrieb, Gehorsam, Selbstständigkeit sowie das Stellen und Wehren durch Griff. Auch das sichere Auftreten des Hüters floss in die Bewertung ein. Insgesamt konnten die Teilnehmer bis zu 115 Punkte erreichen.
Am Ende setzte sich Steffen Schierholz aus Willingen mit seinem Haupthund Kalle und Beihund Mohr durch. Mit 97 Punkten gewann er den Titel des Landessiegers und wird Hessen beim diesjährigen Bundesleistungshüten der VDL vom 26. bis 28. September in Dessau-Roßlau vertreten.
Die weiteren Teilnehmer waren:
Während die Hunde der meisten Teilnehmer der Rasse Altdeutscher Hütehund angehörten, führte Benedikt Schwing mit Finn und Kessi zwei Deutsche Schäferhunde vor.
Krönung des Schäferkönigspaares
Ein Höhepunkt des Nachmittags war der traditionelle Schäferlauf der Schäferjugend. Im Anschluss wurde das neue Schäferkönigspaar gekrönt: Liesa Kinzenbach (Hüttenberg) wurde Schäferkönigin, neuer Schäferkönig ist Benedikt Schwing (Hungen).
Staatsehrenpreis für Christel Simantke
Ein weiterer festlicher Moment war die Verleihung des Staatsehrenpreises der Schafzucht. Staatssekretär Michael Ruhl überreichte die Auszeichnung an die Schafzüchterin Christel Simantke aus Witzenhausen, die sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement um die vom Aussterben bedrohten Walachenschafe verdient gemacht hat.
Fachthemen und politische Anliegen
Neben dem sportlichen Wettstreit kamen auch die Sorgen und Anliegen der Schäfer zur Sprache. Der Vorsitzende des Hessischen Verbandes für Schafzucht und -haltung e. V., Reinhard Heintz, betonte die Herausforderungen durch Bürokratie, unsichere Förderbedingungen und die zunehmende Ausbreitung des Wolfs. „Wir leisten mit unserer Arbeit unverzichtbare Beiträge zur Landschaftspflege und Biodiversität – dafür brauchen wir Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen“, so Heintz. Der Verband nutzte die Gelegenheit Herrn Staatssekretär Ruhl die aktuellen Anliegen der hessischen Schafhalter in Schriftform mit ins Ministerium zu geben und hofft auf eine persönliche Einladung nach Wiesbaden
Geselligkeit und Tradition
Das Fest bot zudem eine bunte Schafrassenausstellung, Marktstände mit Produkten rund um die Schafhaltung, einen Bockschätz-Wettbewerb sowie die Möglichkeit zur Wollabgabe. Für das leibliche Wohl sorgte ganztägig der örtliche Schützenverein.
Zum Abschluss des Tages kamen Gäste, Hüter und Vereinsmitglieder beim Festabend im Zelt zusammen. Neben der Siegerehrung des Landesleistungshütens wurden auch langjährige Mitglieder des HVSZH e.V. geehrt: Unter anderem erhielt Heinz Orf (Gelnhausen) eine Auszeichnung für 60-jährige Mitgliedschaft, und Reinhold Stein (Mücke) wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
LLH-Preismünzenvergabe
Auch der Landesbetrieb Landwirtschaft nutzte die Gelegenheit zur LLH-Preismünzenvergabe. Der Zuchtbetrieb Olav Fingerhut (Bad Arolsen) wurde gleich doppelt ausgezeichnet: Für die Erfolge bei der SKF & SUF-Elite 2025 erhielt sie die silberne Preismünze, für die Ergebnisse bei der gemeinsamen Bockauktion zusätzlich die bronzene Preismünze.
Mit der bronzenen Preismünze wurde außerdem Thomas
Bässe (Felsberg) geehrt.
Die silberne Preismünze erhielten Lars Bangert (Twistetal) sowie Stefan Heintz (Hüttenberg) für ihre herausragenden Ergebnisse bei der
Landschafauktion. Steffen Schierholz als Gewinner des Landesleistungshüten erhielt ebenfalls die bronzene Preismünze.
Bei Musik und Tanz klang ein erlebnisreicher Tag in geselliger Runde aus.
Bericht und Bilder KL
BMEL reicht Änderungsantrag zum deutschen GAP-Strategieplan bei EU-Kommission ein - Im Änderungsantrag finden sich Anpassungen bei der Konditionalität und den Direktzahlungen (unter Anderem bei der Tierprämie), hier insbesondere Neuerungen bei den freiwilligen Öko-Regelungen – also jenen einjährigen Maßnahmen, durch die konventionelle wie Bio-Betriebe für freiwillige Umweltleistungen honoriert werden.
Auf der Grundlage der tatsächlichen Inanspruchnahme der gekoppelten Direktzahlungen werden die geplanten Prämien für Mutterkühe, Mutterschafe und -ziegen für die Antragsjahre 2025 und 2026 gegenüber den bisher geplanten Prämien jeweils um circa fünf Prozent erhöht. Diese Anpassungen tragen dazu bei, diese ökologisch wertvollen Bewirtschaftungsweisen weiter zu stabilisieren und die dafür reservierten Mittel besser auszuschöpfen.
Es entfällt die durch die sogenannte Stichtagsregelung festgelegte Obergrenze für die Anzahl der förderfähigen Tiere.
Mit der Streichung der Vorgabe zum Mindestalter für förderfähige Tiere bei der Zahlung für Mutterschafe und -ziegen soll eine Vereinfachung für Verwaltung und Landwirte erreicht werden. Entsprechende Aufzeichnungen und Kontrollen entfallen.
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